Über Tina

TINA

Motto

…das, was mich durchs Leben trägt, mir immer wieder Hoffnung gibt und gab, ist ein irgendwo tief in mir verstecktes Vertrauen in mich selbst und der Glaube an die Liebe.

Kontakt

E-Mail: tina_von_traumaleben@gmx.at
oder über Instagram: @tina_von_traumaleben

Mein Name hier ist Tina.

Das, was mich hier schreiben lässt, ist eine komplexe Traumafolgestörung nach ersten Bindungserfahrungen in Kombination mit sexuellem Missbrauch.

Ich bin 25 Jahre alt, Masterstudentin im sozialwissenschaftlichen Bereich und seit nun über 3 Jahren in Psychotherapie. Die Liste meiner Probleme und Symptome ist lang, vielfältig und ändert sich zudem ständig. Da aber meine kindlichen Schutzmechanismen und Bewältigungsstrategien früher vor allem darin bestanden meine Ängste in den Körper zu legen und vom Selbst abzuspalten sind meine dominantesten Probleme eine Emetophobie, somatoforme Störungen, das Gefühl der Scham, Angst- & Anspannungszustände sowie depressive Episoden. Letztere haben sich mittlerweile durch die Therapie stark gebessert, da ich gelernt habe das Leben etwas mehr anzunehmen und die Angst vor dem Kontrollverlust hingegen, etwas mehr loszulassen.

Was mir hilft sind Gespräche mit meinen Lieblingsmenschen, Schreiben, Lesen, mein Studium, Yoga, nun auch Tanzen, ein strukturierter Tagesablauf und einfach Zeit mit meinen liebsten Lebewesen zu verbringen.

Die Dinge, die ich lieber lassen sollte, um mich selbst zu regulieren, sind Benzodiazepine, Selbstverletzung, Alkohol und Zigaretten.

Ich möchte hier meine Erfahrungen mit euch teilen, in der Hoffnung, dass die eine oder der andere vielleicht etwas daraus für sich ziehen kann. Dabei möchte ich euch Einblicke in Tagebücher, geschriebene Briefe und E-Mails geben, in die Übertragungsbeziehung zu meiner Therapeutin, in die Ambivalenz meiner Gefühlswelt und in all die Dinge, die mich bewegen. Dabei schreibe ich über Erfahrungen und Menschen, die mich berühren und berührt haben. Über bodenlosen Schmerz, den Kontaktabbruch zur Familie, über Heilung, halt gebende Beziehungen und über das Fallen zurück auf sich selbst. Einfach über die vielen Seiten und Facetten eines Lebens, über die bitteren, vom Trauma geprägten, doch auch über das Leben abseits davon. Über ein Leben als Drahtseilakt – zwischen Leistung und „Normalität“ auf der einen Seite und den psychischen Abgründen, mit ihren zahlreichen schweren Einschränkungen, auf der anderen Seite.

Alles Liebe
Tina

Steckbrief

  • sexueller und narzisstischer Missbrauch (Vater) & Mutterdeprivation
  • 25 Jahre
  • kein Familienkontakt (außer mit der Schwester gibt es nun erste Annäherungsversuche)
  • mit 15 Flucht vorm Vater
  • mit 17 Auszug in eigene WG (dadurch auch langsamer Kontaktabbruch zur Mutter)
  • Masterstudentin im sozialwissenschaftlichen Bereich
  • im psychotherapeutischen Propädeutikum (erster Teil der österreichischen Psychotherapeut:innenausbildung)

Diagnosen

  • komplexe posttraumatische Belastungsstörung 
  • Emetophobie
  • somatoforme autonome Funktionsstörung
  • generalisierte Angststörung
  • da es die K-PTBS offiziell noch nicht gibt, habe ich auch mal eine ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung diagnostiziert bekommen (und anderes), aber im Grunde sind alles Traumafolgen.
  • Das Auflisten von Diagnosen finde ich eigentlich wenig zielführend, keine davon ist in Stein gemeißelt, noch beschreiben sie meine Persönlichkeit oder Identität. Sie geben bloß einem Bündel meiner Symptome und Herausforderungen einen ungefähren Namen, den es im ICD-10 zurzeit gibt, um Zugang zu Hilfeleistungen zu bekommen.

Therapie

  • lange – von meinem 12. bis ca. 21. Lebensjahr – stand bei mir die Suche nach körperlichen Ursachen für meine Probleme im Vordergrund (aufgrund von Verdrängung und Abspaltung) in Form von Magenspielgelung, diverse Unverträglichkeits- und Allergietests, kardiologische Untersuchungen etc.
  • mit 21 fand ich dann zu meiner heutigen Therapeutin: tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (KIP). Wir arbeiten viel mit der Übertragungsbeziehung (Mutterübertragung).
  • geplanter stationärer Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik auf der Traumastation steht bevor
  • medikamentöse „Therapie“

Meine Beiträge


Die Hündin

In das neue Lebensgefühl mit der Hündin Wilma, den heilsam wirkenden & herausfordernden neuen Situationen, nimmt Euch Tina in diesem Artikel mit…

Echo – wie sich abgespaltene Anteile anfühlen

Tina schreibt hier über die fehlende Persönlichkeit ihres früheren Ichs, dessen Echo, das in die Knie zwingt. Es geht ums Hinhören: das alte Leben hören und dafür Platz im Hier & Jetzt einräumen.

Analoger Sommer-Rückblick

Der Sommer 2020 in Bildern. Von Mobilität, Nostalgie, Erschöpfungsdepression und dem Schönen und Unperfekten im Leben – für Euch von Tina mit ihren wunderschönen analogen Foto´s.

…, weil es immer eine Rolle spielt

Ich bin mittlerweile umgezogen. Schon seit einer Woche bin ich nun in meiner neuen Bleibe und eigentlich mag ich es hier auch ganz gern oder zumindest fühlt es sich noch immer nach der richtigen Entscheidung an. Vor allem die neue Gegend lädt dazu ein länger hier zu bleiben, es ist viel schöner als in der vorherigen und auch für einen Hund – den ich gerade verzweifelt suche – bietet sie viel Grünraum.

Veränderungen & Sehnsucht nach Beständigkeit

,Bring mich nach Hause! Bitte. Lass mich ankommen.’ Fleht sie, unaufhörlich, mit einer Dringlichkeit, die nicht auf später zu vertrösten ist. Sie nimmt alles, weil sie hier nichts hat, nichts, das sie hält, nichts, das sie beruhigt, nichts, das sie in eine Decke hüllt, nichts, das sie entspannen lässt.

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Meine Empfehlungen


  • Methoden zur Entspannung
  • Bücher
  • Podcasts

Methoden zur Entspannung

Was gut tut (akut und langfristig) / Methoden zur Selbstregulation, Entspannung oder Ablenkung.

Yoga: Yoga with Adriene
  • Schreiben! (in erster Linie mal nur für mich)
  • Spazieren mit meiner Hündin Wilma am besten irgendwo im Grünen (generell hat gehen etwas meditatives für mich)
  • mit Wilma die Welt entdecken: Umgebung/Natur mit allen Sinnen wahrnehmen, auf sich wirken lassen, das Schöne dabei entdecken, die Sonne, wenn da, genießen…
  • E-Mails/Nachrichten an meine Therapeutin schreiben bei akuten emotionalen Spannungszuständen
  • Gespräche mit Lieblingsmenschen (vorrangig meiner besten Freundin)
  • Yoga
  • Tanzen (den zeitgenössischen Tanz habe ich letztes Jahr für mich entdeckt; hilfreich beim im Körper sein und gegen meine allumfassenden Schamgefühle) 
  • Kochen (auch Essen manchmal mittlerweile)
  • Backen
  • Lesen
  • versuchen halbwegs früh aufzustehen
  • meine Studien, die Uni
  • generell (neues) lernen, mich weiter bilden
  • mich mit anderen Betroffenen austauschen und vernetzen
  • Autofahren, dabei Musikhören und laut mitsingen
  • YouTube-Videos schauen
  • Hörbuch (zum Einschlafen, eigentlich nur Harry Potter)
  • Harry Potter Filme
  • Wilma streicheln
  • ein Bad nehmen
  • Beine epilieren 😀 (weil mich ein bisschen Schmerz zu entspannen scheint)

Bücher

Das ist ein unvollständiger Querschnitt aus meinem Bücherregal. Bei dieser Auswahl sind fachliche Bücher zum Thema Trauma/Psyche/sexualisierte Gewalt dabei, welche, die mir geholfen haben meine eigene Geschichte besser zu verstehen sowie innerpsychische und gesellschaftliche Strukturen, die zu Missbrauch, welcher Art auch immer, führen. Aber auch Geschichten, die mich inspiriert haben, die irgendetwas in mir berührt haben oder in die ich einfach gut versinken konnte. Eben Bücher, die mir emotional in Erinnerung geblieben sind, die Bedeutung zu irgendeinem Zeitpunkt für mich hatten.

  • The Body keeps the Score. Mind, Brain and Body in the Transformation of Trauma – Bessel van der Kolk
  • Sprache ohne Worte. Wie unser Körper Trauma verarbeitet und in die innere Balance zurückführt – Peter A. Levine
  • Trauma and Recovery. The Aftermath of Violence: From Domestic Abuse to Political Terror – Judith Herman
  • Das Drama des begabten Kindes. Und die Suche nach dem wahren Selbst – Alice Miller
  • Lob der Scham. Nur wer sich achtet, kann sich schämen – Daniel Hell
  • We should all be Feminists – Chimamanda Ngozi Adichie
  • Zuhause. Die Suche nach dem Ort, an dem wir leben wollen – Daniel Schreiber
  • Untenrum frei – Margarete Stokowski
  • Weit vom Stamm. Wenn Kinder ganz anders als ihre Eltern sind – Andrew Salamon
  • Periode ist politisch. Ein Manifest gegen das Menstruationstabu – Franka Frei
  • Der Panama-Hut. Oder was einen guten Therapeuten ausmacht – Irvin D. Yalom
  • Ja heißt ja und… – Carolin Emcke
  • Pierre Bourdieu (hat mir sehr geholfen meine soziale Herkunft zu verstehen)
  • Erinnerungen eines Mädchens; Die Jahre; Die Scham – Annie Ernaux
  • Ein Mann seiner Klasse – Christian Baron
  • Rückkehr nach Reims – Didier Eribon
  • Wer hat meinen Vater umgebracht – Éduard Louis
  • Vater des Regens – Lily King
  • Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen – Hannah Green
  • All of me – Kim Noble
  • Auf Erden sind wir kurz grandios – Ocean Vuong
  • Desert flower – Waris Dirie
  • Un(orthodox) – Deborah Feldman
  • Was nie geschehen ist – Nadja Spiegelman
  • Heiße Milch – Deborah Levy
  • Splitterfasernackt – Lily Lindner
  • The color purple – Alice Walker
  • Educated – Tara Westover
  • Die Hälfte der Sonne – Chimamanda Ngozi Adichie

Buchreihen, die mich durch meine Kindheit getragen haben:

  • Harry Potter – Joanne K. Rowling
  • Die wilden Hühner – Cornelia Funke
  • Fünf Freunde – Enid Blyton

Podcasts

  • #metoo – das Schweigen hat ein Ende; Mai Nguyen
  • Verena König Podcast für Kreative Transformation
  • A Woman’s Tale; Sandra Wiesner
  • Landschaftsgärtner der Neurosen. Der Psycho Podcast; Christina Frank und Gerhard Hintenberger
  • Rätsel des Unbewussten; Dr. Cécile Loetz & Dr. Jakob Müller

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